Festplatte partitionieren unter Windows 11
Kurzantwort: Rechtsklick auf Start, Datenträgerverwaltung öffnen. Für eine neue Partition Rechtsklick auf C:, Volume verkleinern, Größe eingeben, dann Rechtsklick auf den schwarzen nicht zugeordneten Bereich, Neues einfaches Volume, und einen Buchstaben zuweisen. Die kleine EFI-Systempartition und die Wiederherstellungspartition nie löschen — ohne EFI bootet der Rechner nicht. Zum Vergrößern über das Verkleinern-Limit hinaus kann ein Drittanbieter-Tool die blockierenden Dateien verschieben.
Rechtsklick auf Start, Datenträgerverwaltung. Dein Laufwerk erscheint als Reihe farbiger Balken — blau für genutzte Partitionen, schwarz für nicht zugeordneten Speicherplatz. Der kleine 100MB-Block mit der Bezeichnung EFI-Systempartition ist der Bootloader. Den nicht löschen, dein Rechner startet ohne ihn nicht. Der große Brocken ist C:, und am Ende könnte eine Wiederherstellungspartition versteckt sein.
Kein schwarzer Balken irgendwo bedeutet C: nutzt die gesamte Festplatte. Rechtsklick auf C:, Volume verkleinern. Windows denkt eine Weile nach und sagt dir dann um wie viel Platz du verkleinern kannst. Die Zahl ist fast immer enttäuschend klein weil es nicht verschiebbare Dateien gibt die jenseits der Hälfte der Partition sitzen. Auslagerungsdatei, Ruhezustandsdatei, Systemwiederherstellungs-Snapshots — Windows platziert sie wo es will und weigert sich dann sie zu verschieben.
Gewünschte Größe in Megabytes eingeben. 100GB = 102400MB. Verkleinern klicken. Dauert ein paar Sekunden. Jetzt Rechtsklick auf den neuen schwarzen Nicht-zugeordnet-Bereich, Neues einfaches Volume, Weiter, Größe wählen, Buchstabe zuweisen, NTFS, Namen vergeben, Fertig stellen. Erscheint sofort im Datei-Explorer.
Mehr Verkleinerungsplatz bekommen
Windows hat 50GB angeboten aber du wolltest 200. Hier ist was blockiert.
Auslagerungsdatei. Einstellungen, System, Info, runterscrollen zu „Erweiterte Systemeinstellungen”, Leistung-Bereich Einstellungen klicken, Erweitert-Tab, Virtueller Arbeitsspeicher, Ändern. Die automatische Verwaltung abkreuzen, „Keine Auslagerungsdatei” für C: klicken, Festlegen, Rechner neu starten. Zurück zur Datenträgerverwaltung und nochmal verkleinern — die Zahl sollte jetzt viel größer sein. Auslagerungsdatei danach wieder auf Systemverwaltet setzen.
Ruhezustandsdatei ist der andere große Brocken. Sie parkt eine Kopie deines RAM-Inhalts auf der Festplatte und auf einem Rechner mit 16GB ist das eine 16GB Datei die an einer festen Position sitzt an der Verkleinern nicht vorbeikommt. Admin-Eingabeaufforderung: powercfg /hibernate off. Löscht die Datei. Volume verkleinern. Danach powercfg /hibernate on wenn du Ruhezustand oder Schnellstart nutzt.
Systemwiederherstellungs-Schattenkopien blockieren manchmal auch. Vorübergehend den Schutz in Systemeigenschaften deaktivieren, verkleinern, dann wieder aktivieren hilft. Aber nicht aus lassen — Wiederherstellungspunkte sind wirklich nützlich.
Partitionen wieder zusammenführen
Meinungsänderung, die extra Partition soll wieder in C: aufgehen. Rechtsklick auf die zu entfernende Partition, Volume löschen. Daten sind weg — vorher alles Wichtige runterbewegen. Dann Rechtsklick auf C:, Volume erweitern.
Hier ist der nervige Teil: Volume erweitern funktioniert nur wenn der nicht zugeordnete Bereich direkt rechts von C: in der Datenträgerverwaltungs-Ansicht liegt. Wenn eine Wiederherstellungspartition zwischen C: und dem freien Platz sitzt, kann die Datenträgerverwaltung nicht darüber erweitern. Da bräuchte man MiniTool Partition Wizard oder GParted vom USB um die Wiederherstellungspartition erst aus dem Weg zu räumen.
Und eine 256GB SSD gar nicht erst partitionieren. Windows frisst 30-40GB, EFI und Wiederherstellung nehmen noch ein paar, und wenn man den Platz berücksichtigt den SSDs für Wear Leveling brauchen hat man vielleicht 200GB nutzbar. Das halbieren und man hat zwei Partitionen die sich beide innerhalb eines Jahres füllen. Partitionieren macht Sinn ab 500GB. Darunter schafft man nur zwei Probleme wo man vorher eines hatte.
Häufig gestellte Fragen
Wie erstelle ich eine neue Partition unter Windows 11?
Rechtsklick auf Start, Datenträgerverwaltung. Rechtsklick auf C:, Volume verkleinern, Größe in MB eingeben (100 GB = 102400 MB). Nach dem Verkleinern Rechtsklick auf den neuen nicht zugeordneten Bereich, Neues einfaches Volume, als NTFS formatieren, Laufwerksbuchstabe zuweisen. Keine Drittanbieter-Software nötig.
Warum kann ich C: nur so wenig verkleinern?
Nicht verschiebbare Dateien — die Auslagerungsdatei, Ruhezustandsdatei und Systemwiederherstellungs-Schattenkopien — blockieren den Verkleinerungsvorgang. Vorübergehend die Auslagerungsdatei deaktivieren (Virtueller Arbeitsspeicher Einstellungen), powercfg /hibernate off ausführen, und optional die Systemwiederherstellung deaktivieren. Volume verkleinern, dann alles wieder aktivieren.
Sollte ich meine SSD partitionieren?
Nur wenn du 500GB oder mehr hast. Eine 256GB SSD hat nach Windows und Systemdateien etwa 200GB nutzbar. Das in zwei Partitionen aufzuteilen gibt dir zwei beengte Laufwerke die beide keinen Platz mehr haben. Für die meisten Nutzer ist eine Partition mit Cloud-Backup einfacher und praktischer als ein Multi-Partitions-Setup.
Kann ich zwei Partitionen ohne Datenverlust zusammenführen?
Nicht direkt in der Datenträgerverwaltung. Du kannst die zweite Partition löschen (verlierst deren Daten) und dann Volume erweitern auf der ersten. Zum Zusammenführen ohne Datenverlust ein Drittanbieter-Tool wie MiniTool Partition Wizard nutzen. Der nicht zugeordnete Bereich muss direkt neben der zu erweiternden Partition liegen — Wiederherstellungspartitionen dazwischen blockieren den Vorgang.